Nach unserer Zeit in Tokyo haben wir bewusst ein paar Tage noch nicht fest verplant, um spontan entscheiden zu können, worauf wir so Lust haben. Als uns dann auffällt, dass wir vor allem keine Lust darauf haben, viel zu entscheiden und zu recherchieren, wird es mit der weiteren Planung ein bisschen tricky ;) Schließlich geht es aus Gemütlichkeit und weil es uns dort bisher am besten gefallen hat, zurück nach Kyoto. Hier finden wir eine günstige Unterkunft mit eigener Küchenzeile und Badewanne und relaxen ein bisschen am Fluss und in den alten Vierteln der ehemaligen Hauptstadt.
Einen Tagesausflug mit dem Zug machen wir nach Nara. Vor Kyoto stand hier im 8. Jahrhundert die kaiserliche Hauptstadt. Mittlerweile ist Nara zu einer modernen Stadt herangewachsen, unter Touristen aber vor allem für die riesige Buddhastatue im Todai-Tempel und die überall auf den zahlreichen Tempelanlagen herumlaufenden Sikahirsche bekannt, die man streicheln und mit Spezialfutter (leider halten sich nicht alle daran) füttern kann. Die Buddha-Statue kommt uns nach unserem Aufenthalt in Sri Lanka leider nicht mehr allzu beeindruckend vor, das Tempelgebäude und die andächtige Stimmung dort gefallen uns allerdings sehr. Mit den Hirschen nimmt Nils natürlich sofort Kontakt auf und hat viel Spaß dabei, vor allem die jungen Exemplare ausgiebig zu streicheln.
Abgesehen davon, dass Marli umgerechnet knapp fünf Euro in einer Spielhalle verliert, weil sie unbedingt eine Pokémon-Figur angeln will (in dieser Hinsicht wird sie wohl nie erwachsen!), ist der Tag ein voller Erfolg. Unser schlechtes Gewissen beruhigt er zudem auch, immerhin haben wir trotz unseres erneuten Aufenthalts in Kyoto doch noch etwas Neues sehen können.
Okay ciao! Marli und Nils