Besteigen dürfen wir den mit 3766 Metern höchsten Berg Japans leider nicht, denn das ist nur zu einer ganz bestimmten Jahreszeit bei gutem Wetter möglich. Und diesen Zeitraum verpassen wir um ein paar Tage. Halb enttäuscht (wäre bestimmt cool gewesen) und halb erleichtert (gleichzeitig aber auch ganz schön kalt und anstrengend) nähern wir uns dem riesigen Vulkan nun mit Zug und Bus. Um einen Blick auf Japans Wahrzeichen schlechthin zu erhaschen, suchen wir uns mehrere Aussichtspunkte in Hakone und am Lake Kawaguchi heraus.
In Hakone kann man zu der Zeit, in der wir da sind, alles mögliche machen. Den Fuji zu beobachten gehört aber leider nicht dazu. Viel zu dick ist die Wolkendecke, die ihn verhüllt. Da es hier in der Nähe viele heiße Quellen (Onsen) gibt, sogar eine in unserem Hostel, vertreiben wir uns die Zeit beim Baden. Der dortige Ashi-See ist auch ohne Fuji-Sicht schön und wir überqueren den See mit einem coolen Piratenschiff, weil der Eintritt in unserem Ticket inklusive ist. Das macht schon alles Spaß und wir sind inzwischen wieder sehr entspannt. Trotzdem würden wir uns wünschen, den Berg doch wenigstens einmal live sehen zu können. Langsam rennt uns nämlich die Zeit davon...
Zum Glück ist der Kawaguchi-See noch ein ganzes Stück näher am Objekt unserer Begierde gelegen als die Aussichtspunkte, die wir vorher angeklappert haben. Selbst an einem sehr verregneten Tag können wir einen kurzen Blick auf den vernebelten Vulkan erhaschen. Besonders zufrieden sind wir am nächsten Morgen, als wir zufälligerweise den perfekten Zeitpunkt abpassen, um mit klapprigen Leihfahrrädern zu einer Pagode mit bestem Fuji-Blick zu fahren. Zehn Minuten später hat sich die Wolkendecke schon wieder geschlossen. Egal, wir haben unser Ziel erreicht und können zufrieden weiterziehen. Nur knapp zwei Stunden Busfahrt haben wir vor uns, dann sind wir schon in Japans Hauptstadt angekommen.
Okay ciao! Marli und Nils