Endlich in Nepal angekommen wollen wir uns direkt auf den Weg in die Berge machen und die vielfältigen Treks des Landes voll auskosten. Blöd, dass uns eine üble Lebensmittelvergiftung (irgendwann musste es ja so kommen!) erst einmal für knapp zehn Tage außer Gefecht setzt. Zum Glück verbringen wir diese Zeit nicht mehr im heißen und wuseligen Indien, sondern sind inzwischen in Pokhara, einer entspannten Stadt am See mit moderaten Temperaturen, wenig Verkehr und netten Touristenangeboten angekommen.

Als wir etwas später Freunde aus Goa wiedertreffen, die gerade den bekannten Annapurna Base Camp (kurz ABC) Trek absolviert haben, wird uns klar, dass wir nun bereit sind. Zu schön sind die Bilder und Geschichten, mit denen uns Reggie und Jamilah versorgen und zum Glück fühlen wir uns dank Antibiotika und viel Ruhe von Tag zu Tag fitter. Die beiden haben den ersten Teil des Wanderwegs, der wenig Aussicht und viele Treppenstufen zu bieten hat, mit einer Jeepfahrt abgekürzt und in Hinblick auf unsere Gesundheit und unseren Zeitplan (unser Weiterflug nach Südindien rückt immer näher) entscheiden wir uns, es ihnen gleichzutun.

Das erste Highlight des landschaftlich abwechslungsreichen Treks ist die Besteigung des 3178 Meter hohen 'Poon Hill's bei Sonnenaufgang. Die Aussicht auf die schneebedeckten Gipfel des Himalaya (u.a. die 8000er Dhaulagiri und Annapurna 1) belohnt uns für den steilen Anstieg und gibt uns einen Vorgeschmack auf das, was uns die nächsten Tage erwarten wird. Für viele geht es nach dem Poon Hill wieder zurück ins gemütliche Pokhara, aber wir machen weiter.

Der ABC Trek ist ein so genannter 'Tea House Trek', das heißt, dass man nicht mit Zelt und Vorräten für die nächste Woche unterwegs sein muss, sondern dass es auf dem Weg Gasthäuser gibt, die Essen und einfache Zimmer mit Gemeinschaftsbad anbieten. Das einzige, was wir uns vorher besorgt haben, sind dicke Jacken für die Kälte in hoher Lage und ein Wasserfilter, um keine Plastikflaschen benutzen zu müssen. Auf dem Weg sind wir sehr positiv überrascht von der Qualität des Essens. Alles ist handgemacht, sogar die Lasagne, wird frisch vor unseren Augen zubereitet und schmeckt richtig lecker. Das Dal Bhat (typisches nepalesisches Essen, Reis und Linsensuppe, teilweise mit Gemüsebeilage) gibt unseren Körpern alles, was wir für die anstrengende Wanderung brauchen und die Momos (gedämpfte tibetische Teigtaschen) kommen mit lecker Minzsoße. Viele Teehäuser bieten sogar selbstgebackenen Kuchen an.

Durch blühende Rhododendrenwälder steigen wir nach vielen Aufs und Abs hoch bis zum auf 4120 Meter gelegenen Base Camp des Annapurna South. So etwas Schönes wie den Sonnenaufgang an diesem magischen Ort, da sind wir uns einig, haben wir noch nie zuvor gesehen. Schnell sind die zahlreichen Treppenstufen, die Knieschmerzem beim Abstieg und die Blasen an den Füßen vergessen und der ein oder andere Regenschauer und die rutschigen Überbleibsel von Lawinen des letzten Winters scheinen auch nicht mehr unüberwindbar. In unschlagbaren zwei Tagen schaffen wir den Abstieg, denn unsere neuen Freunde aus Argentinien und England sind super-sportlich und können sehr gut motivieren. Die Sehnsucht nach einem gemütlichen Bett und einer warmen Dusche im eigenen Bad hat uns natürlich noch einen zusätzlichen Motivationskick verschafft ;)

Insgesamt sieben Tage, knapp 8000 Höhen- bzw. Tiefenmeter, 146000 Schritte und 75 Kilometer Strecke später finden wir uns alle wohlbehalten und total müde in Pokhara wieder. Nachdem wir erst einmal ordentlich ausgeschlafen haben, regenerieren wir die nächsten Tage bei einer Bootsfahrt auf dem Fewa-See und leckerem Essen und Kaffee in den vielen tollen Restaurants, die nur auf hungrige Trekker warten. Langsam setzt die Regenzeit voll ein uns es schüttet fast den ganzen Tag lang in Strömen. Der Abschied fällt nun also einigermaßen leicht. Es gibt aber noch sooo viele Wandertouren, die wir gerne ausprobieren würden, dass wir garantiert irgendwann wiederkommen werden!

Okay, ciao! Marli und Nils

Tag 1. Pokhara - Ulleri - Ghorepani

Wo ist die Katze?
Nach harter Arbeit wird erstmal gegessen. An den Tischmanieren wird noch gearbeitet
Hier wird Gemüse getrocknet, welches später mit Kartoffeln zu einem Curry vearbeitet wird. Leicht süßlich im Geschmack. Name unbekannt.
Ich wollt, ich wär' ein Huhn Ich hätt' nicht viel zu tun. Ich legte vormittags ein Ei Und abends wär' ich frei.

Tag 2. Ghorepani - Poon Hill - Tadapani

Der 6.947 m hohe Machapuchare auch Fishtail genannt (Rechts im Bild) wurde als heilig erklärt und wurde offiziell nie bis zum Gipfel bestiegen.
Der Rhododendron ist die Nationalblume Nepals und kann eine beeindruckende Höhe von bis zu 20 Metern erreichen. Davon kann man in Deutschland nur träumen.
Marleen am Wasserfiltern. Verbrauchte Plastikflaschen auf unserem Trek: 0!

Tag 3: Tadapani - Chhomrong - Sinuwa

Good Morning Annapurna South!
Unsere Teahouse in Tadapani.
Unbekanntes Gemüse getrocknet.
Ein Männlein steht im Walde auf beiden Bein und hat auf seinem Haupte grünes' Käpplein klein. Sagt, wer mag das Männlein sein, das da steht im Wald allein mit dem kleinen grünen Käppelein?
Freche Frisur.
Ökologisch "angebautes" Grass aus Freilandhaltung.

Tag 4: Sinuwa - Dovan - Deurali

Treppen, Treppen, Treppn und Treppen. Glaubt niemand der behauptet auf diesem Trek werden die Treppen irgendwann weniger.
Wenigsten ein Schmetterling hat mal ruhig gehalten.

Tag 5: Deurali - Machhapuchhre Base Camp

Fortsetzung folgt...
Cooler Typ.
Die dünne Luft macht sich bemerkbar.
Unsere Deutsch - Französisch - Nigerianisch - Nepalesisch - Argentinisch - Britisch - Australisch - Bruneiisch - Dänische Reisegruppe
Ein Hund.

Tag 6: Machhapuchhre Base Camp - Annapurna Base Camp - Bamboo

Pro-Tip um vereiste Gletscher/Lawinen in Nacht ohne Spikes zu besteigen: Socken über die Schuhe ziehen und man klebt am Boden.
Fortsetzung folgt...
Fortsetzung Lawinen-Warnung:
Aufgrund von starkem Schneefall und Lawinen wurden im März 2019 vier von fünf Hotels im Annapurna Base Camp total beschädigt.
PJ und Alice.
Berghund
Fortsetzung Passbild.
Blasenverartztung.

Tag 7: Bamboo - Chhomrong - Siwai

Über solch ein Schild freut man sich sehr nach einem langen Tag in den Bergen.
Was nicht von Menschen in die Bergdörfer getragen wird, übernehmen die Esel.