Udaipur ist die erste Stadt, die wir in Rajasthan besuchen und wird auch das Venedig des Ostens genannt. Den Titel hat es sich definitiv verdient. Die einstige Hauptstadt des Königreichs Mewar zieren künstlich angelegte Seen und zahlreiche Paläste aus dem 17. Jahrhundert, was der Stadt eine majestätische und märchenhafte Aura verleiht. Nicht nur wir sind dieser Meinung, zumal uns Udaipur von zahlreichen anderen Travellern ans Herz gelegt wurde. Wir besichtigen den wohl bekanntesten Palast, den City Palace mit seinen vielen Innenhöfen, verschieden dekorierten Zimmern und einer super Aussicht auf die weiße Stadt, wie Udaipur auch genannt wird. Eine Bootstour auf dem Lake Picchola bringt uns zum Jag-Mandir-Palast, der auf einer Insel thront. Interessant ist, dass dieser Palast zusammen mit dem Lake Palace, der inzwischen ein Luxushotel ist, Hauptdrehort für den James-Bond-Film Octopussy in den 80er Jahren war. Wir sind richtig neugierig geworden und gucken uns den Film auf jeden Fall bald an!

In der Zeit, die wir in Udaipur verbringen, findet ein dreitägiges Volksfest, das Mewar-Fest, statt. Hier wird mit viel Tanz, fabrenfrohen Umzügen durch die Straßen und Abendprogramm auf einer großen Bühne der Frühlingsanfang gefeiert. Wir finden das bei knapp 40 Grad im Schatten ein bisschen ironisch, aber Spaß macht es trotzdem. Vor allem die aus Mangoholz geschnitzten Figuren, die durch die Straßen getragen werden, haben es uns angetan. Einen Abend werden wir sogar selbst zum Teil der Show und nehmen auf Empfehlung unseres Hostels an einem Kostümwettbewerb teil. Wir werden in rajasthanischer Tracht eingekleidet, gestylt und geschminkt und werden auf der Bühne von einer royalen Jury beurteilt. Es ist zwar extrem heiß unter den Kotümen und wir gehören leider nicht zu den Gewinner-Pärchen, aber es ist schon cool, sowas mal mitgemacht zu haben. Wann läuft man denn sonst mal mit solchen Klamotten rum?

Einen Tagesauflug machen wir auf Empfehlung von Freundinnen, die wir in Sri Lanka kennengelernt haben, zu Animal Aid Unlimited, einer Auffangstation für Straßenhunde, -kühe, -esel, -schildkröten und andere Tiere in Not. Hier wird sich rührend um die teils schwer verletzten, misshandelten oder vernachlässigten Tiere gekümmert. Sie bekommen medizinische Versorgung, sogar Physiotherapie, und vor allem ganz viel Liebe und Aufmerksamkeit von den freiwilligen Helfern, die täglich aus der Stadt mit dem Tuk Tuk angefahren kommen. Wir bekommen eine Führung durch die Anlage, erfahren mehr über den Notrettungsservice der Organisation, die Aufklärungsarbeit, die in Schulen geleistet wird und Probleme, die sich für Tierschutz in Indien ergeben. Wir sehen glückliche Hunde im "Hunderollstuhl" mit Rollen am Hinterkörper, die endlich wieder unbeschwert an Bäume pinkeln können und von der Milchindustrie ausgesetzte männliche Kälbchen, die hier liebevoll versorgt werden. Helfer sind hier immer herzlich willkommen und wir freuen uns, dass wir den tollen Job zugeteilt bekommen, die Kälbchen mit der Flasche zu füttern. Marli hat es das Kälbchen mit der Nummer 143, angetan, das sich gerne streicheln und bürsten lässt und im Handumdrehen sieben Flaschen wegtrinkt. Macht euch doch selbst einen Eindruck von Animal Aid Unlimited unter https://animalaidunlimited.org - die Leute hier leisten tolle Arbeit und freuen sich über jede noch so kleine Spende für Futter, Impfungen oder medizinisches Equipment.

Leider ist schon unser letzter Abend in Udaipur gekommen, den wir in einem der zahlreichen Rooftop-Restaurants mit Blick auf den Lake Picchola verbringen. Aber wir freuen uns auch schon auf die nächsten spannenden Orte, die Rajasthan für uns bereithält!

Okay ciao! Marli und Nils

Gangaur Ghat
Im Bagore Ki Haveli
Ein Pfau.
Schön bunt alles.
Jagdish-Tempel
Ein paar kleine Pfannen.
Nicht nur uns Menschen war heiß...
...auch die Hunde haben jeder Möglichkeit zur Erfirschung gesucht.
Blick vom City Palace auf die Stadt.
Viele viele...
viele...
viele Bunte Scheiben.
Wenn die Kühe zu viel Plastik von der Straße essen können sie irgendwann nicht mehr stehen und sterben am Straßenrand, falls sie nicht gerettet werden.
Das ist Lollipop, er kann zwar seine Hinterbeine nicht bewegen, aber er war sehr lebensfroh,
Best Friends Forever.
Nachdem die Milch leer war musste Nils Knie herhalten. War leider nicht so ergiebig.
Nicht bei Animal-Aid aber trotzdem süß.