Knapp drei Monate in Sri Lanka zu bleiben war so eigentlich nicht geplant. Aber es hat uns dort gut gefallen, wir wollten viele Orte besuchen und zum Schluss kam auf jeden Fall auch noch die Gemütlichkeit dazu. Wir haben uns an den Umrechnungskurs der Währung gewöhnt, wussten die Preise realistisch einzuschätzen, waren Profis darin, mit dem Bus oder Zug von A nach B zu kommen und haben unsere Lieblingsprodukte im Supermarkt gefunden. In "Incredible India" ist jetzt wieder alles anders. Auf der einen Seite ist das super spannend und wir freuen uns darauf, wieder viel Neues zu entdecken, auf der anderen Seite kostet vieles wieder mehr Zeit und Mühe, vor allem das komplizierte Buchungssystem der indischen Bahn und die Planung von Reiserouten. Indien ist nämlich 50 (!) Mal so groß wie Sri Lanka, so dass eine etwas klügere und langfristigere Planung als im ehemaligen Ceylon, wo wir uns einfach mal spontan in den Bus gesetzt haben, nötig ist.
Weil es hier nicht ganz so voll und laut sein soll wie in anderen Teilen Indiens und deshalb als guter "Einstieg" empfohlen wird, haben wir uns entschieden, zuerst den Bundesstaat Kerala im Südwesten Indiens zu besuchen. Wir starten in Kochi (auch Cochi oder Cochin), was im Nachhinein eine super Entscheidung war. Da hier momentan eine Biennale (zweijähriges großes Kunstfestival) läuft, finden sich überall in der Stadt verteilt verschiedene Ausstellungen und Street Art.
Zusätzlich zur modernen Kunst machen wir uns auch ein Bild von einer bekannten traditionellen Kunstform und gucken uns auf Empfehlung eines Australiers, den wir im Zug kennengelernt haben, eine Aufführung Kathakali an. Dies ist eine Art dramatisches Tanztheater aus dem 17. Jahrhundert mit skurril geschminkten Charakteren, viel Mimik und Gestik und Trommelmusik. Ob es uns gefallen hat, wissen wir gar nicht. Es war jedenfalls eine interessante Erfahrung ;)
Da aus beruflichen Gründen (mehr wird noch nicht verraten, es wird aber bestimmt viel Tolles zu berichten geben) bald noch ein Inlandsflug von Kochi nach Mumbai hermuss, müssen wir uns Kerala im Schnelldurchgang ansehen und dann entscheiden, ob wir später noch einmal wiederkommen. Alleine für Kochi würde es sich auf jeden Fall lohnen!
Okay ciao! Marli und Nils
Die Straßen Fort Kochis 1/3
Die Straßen Fort Kochis 2/3
Die Straßen Fort Kochis 3/3
Installation von Georges Rousse, einem französischen Künstler, der sich von alten und oft verlassenen Bauten inspiriert, die er in verwirrende Farb- und Formvisionen verwandelt
„Smiling Angels from the Sky“ ist eine Installation von hängenden Skulpturen mit zehn „Engeln“, die freundliche, begeisterte Gesichter machen und Spielzeugflugzeugen ähneln. Heri Donos Kunstpraxis entstand aus seiner Ausbildung in Wayang, einer Form von indonesischem Puppenspiel.
Lubna Chowdhury begann 1991 mit Metropolis und beendete die Installation von 1000 Keramikskulpturen 2017, als sie das Werk erstmals vollständig im Victoria and Albert Museum in London ausstellte
Die Arbeit des Künstlers VV Vinu, "Ochagal", bedeutet in Malayalam einen lauten Ton oder eine laute Stimme.
Seine Installation besteht aus vielen lebensgroßen Holzskulpturen und fast dreihundert Holzfiguren, die denjenigen, die in der Kerala-Gesellschaft marginalisiert wurden, Stimme verleihen - Wanderarbeitern, der queeren Gemeinschaft sowie Verdächtigen in schwarzen Kapuzen.
Seine Skulpturen, die aus dem Holz von 'Othalam Cerbera (Odollam)' hergestellt wurden, sind als "Selbstmordbaum" bekannt.
Sister Library ist eine reisende Bibliothek. Entworfen von der Künstlerin Aqui Thami - ein Mitglied der Himalayan janajati Thangmi-Gemeinschaft - handelt es sich um ein sich entwickelndes und generatives Kunstwerk, das sich mit Reflexionen der Bild- und Lesekultur unserer Zeit auseinandersetzt.
Die mexikanische Künstlerin Monica Mayer schafft mit ihrer Partizipationsinstallation "The Clothesline Project" einen sicheren Raum. Die Menschen lesen und reagieren auf die anonymen Gedanken der anderen, da nicht jeder das soziale Privileg oder die Sicherheit hat, öffentlich über Ungerechtigkeiten zu sprechen.
Umesh Singh stammt aus einem Haushalt in Bihar, der seine familiäre Tradition und den Beruf der Landwirtschaft aufgab. Diese vierteilige künstlerische Installation schöpft aus Überbleibseln seiner Erinnerungen.
Valie Exports Installationsarbeit "Fragmente der Bilder einer Berührung" von 1994 besteht aus Glaszylindern, die Milch, Altöl oder Wasser enthalten, in die Glühlampen, die an Stangen und Drähten aufgehängt sind, rhythmisch eingetaucht werden. Diese Flüssigkeiten sind in Haushalten alltäglich und von grundlegender Bedeutung für den Lebensunterhalt. Ein Spiel mit der oft genannten Gefahr, elektrische Leitungen in Wasser einzuführen, spielt die Arbeit radikal mit der Vorstellung von Risiko und Gefahr, indem diese Flüssigkeiten physikalisch mit Strom verbunden werden.
Die Arbeit "METANOIA" ist eine Präsentation von 29 Video-Performances der Künstlerin, wekche tief verwurzelte Machtmechanismen aufdecken sollen.
“A Place Beyond Belief” ist eine Lichtskulptur von Nathan Coley. Das Statement hat ihren Ursprung in einem Gespräch, das Coley nach den Anschlägen vom 11. September in New York zufällig im Radio hörte. Die ursprüngliche Prämisse der Arbeit spricht von der Notwendigkeit, über religiösen Glauben und ethnischen Misstrauen hinauszustehen, damit wir als Gesellschaft zusammenleben können.
„Der Wind, der Wind, das himmlische Kind!“ ist ein Spruch, den Marli noch aus Kindergartenzeiten kennt, aber bisher nie wirklich verstanden hat, was er bedeuten soll... Bis jetzt! Nach Kalpitiya, etwa 4h Busfahrt nördlich vom Colombo, reisen wir… more
Wir fahren mit dem Zug (nachdem wir endlich die Probleme bei der Online-Reservierung beseitigen konnten) knapp vier Stunden gen Süden und planen, uns in den nächsten Tagen dann wieder nach Kochi hochzuarbeiten. Vier Nächte verbringen wir in Varkala… more